Die überfallsartige Ankündigung, Teile der Ersparnisse auf zypriotischen Bankkonten zu konfiszieren, ist ein Dammbruch, der erstmals einen schon lange eingeschlagenen Irrweg der EU und seiner Mitgliedstaaten für alle deutlich sicht- und spürbar macht. Von der großen Idee eines geeinten Europas, das sich dumpfer Nationalismen entledigt und durch die Ermöglichung freien Wirtschaftens und freier Bewegung über die Länder hinweg die individuelle Freiheit vergrößert und so Frieden und Wohlstand bringen soll, ist nicht mehr viel übrig. Der Leviathan, das staatliche Ungetüm, ist größer und mächtiger als in der Geschichte je zuvor. (weiterlesen…)
März 26, 2013
Februar 21, 2013
Wien will´s wissen. Und ich will nicht beschützt werden.
(Anmerkung: ich wurde von http://www.wienwillswissen.at gefragt, ob ich einen Gastkommentar zur Frage 3 der Volksbefragung pro Privatisierungen verfassen kann. Wenn ich nach meiner Meinung gefragt werden, sage ich diese auch gerne. Das dafür vorgesehene Honorar habe ich jedoch abgeleht, da es meiner Meinung nach nicht konstistent wäre, Politik im allgemeinen und die Volksbefragung im speziellen zu kritisieren und gleichzeit von dort Geld anzunehmen.)
Die Formulierung der Frage zur Privatisierung kommunaler Dienstleistungen suggeriert, dass uns die Politik vor irgendetwas beschützen muss. Wovor genau ist unklar. Es werden Fragen diskutiert, die nicht, noch nicht, oder anders am Tapet liegen. Und zu unguter Letzt geht es um biederste Machtfragen. (weiterlesen…)
Januar 18, 2013
Strasser und die „Agenten“
Dem früheren Innenminister und Europa-Abgeordneten mangelte es bei seiner Verteidigung vor allem an einem: Glaubwürdigkeit. (weiterlesen…)
Oktober 15, 2012
Litigation PR – Das unbekannte Wesen
In einem Artikel vom 24. September („Korruptionsstaatsanwälte ermitteln gegen hohe Justizbeamte“, Renate Graber) berichtet der Standard über Ermittlungen gegen ranghohe Justizbeamte und ehemalige Kabinettsmitarbeiter wegen Amtsmissbrauch und Bruch des Amtsgeheimnisses. Die ehemaligen Minister-Sekretäre seien nun als Unternehmensberater im Bereich „Litigation PR“ tätig, also „sie vermarkten ihre Kontakte“ in die Justiz, so der Beitrag. Dem liegt offensichtlich ein grobes Missverständnis über das Wesen und Praxis von Litigation PR zu Grunde, denn die beschriebenen „Leistungen“, also das vergolden gut gefüllter Adressbücher, ist mit Nichten die Tätigkeit, mit der sich seriöse Berater auf völlig korrekte Art und Weise ihr Geld verdienen. (weiterlesen…)
September 6, 2012
Gedanken zur Verbesserung des U-Ausschusses
Der Anti-Korruptions-Untersuchungsausschuss befindet sich nun in seiner Sommerpause. Bedenkt man die fast täglich bekannt werdenden Korruptionsfälle in der heimischen Politik, sind Neuauflagen nicht ausgeschlossen. Auf Grund der Erfahrung des laufenden U-Ausschusses seien ein paar Vorschläge erlaubt, die dieses wichtige Kontrollinstrument des Parlaments in seiner Qualität verbessern könnten. (weiterlesen…)
Juni 1, 2012
Vom Wesen heutiger Parteien
Die beiden nicht mehr ganz so großen Großparteien SPÖ und ÖVP haben etwas gemeinsam: Man mag sie nicht mehr. Über viele Jahrzehnte hinweg waren die politischen Lager von größter Anziehungs- und Integrationskraft in Bezug auf ihre Wähler und Mitglieder gekennzeichnet. Sie verstanden es, eine Aura zu entwickeln, die es den Menschen ermöglichte, sich in der jeweiligen Partei zu Hause zu fühlen, selbst wenn es mal nicht so gut lief. Bei aller Kritik, man mochte seine politische Heimat. Die propagierten Werte und Ideologien boten Sicherheit und Grundlage für politische Konzepte, Antworten und Lösungen. Selbst wenn sich diese als falsch oder nicht mehr zeitgemäß herausstellten, man stand zur Partei, da man sie mochte. SPÖ und ÖVP haben es sich in dieser Situation bequem gemacht, nun sind sie fett und träge geworden und verstehen nicht, warum sie auf einmal nicht mehr gemocht werden. (weiterlesen…)
Februar 20, 2012
“Es könnte für die Betroffenen Nachteile bringen”
Als Peter Hochegger am letzten Sitzungstag des Korruptions-U-Ausschusses als Auskunftsperson geladen war, erhofften sich die zahlreich anwesenden Journalisten viel. Und sie bekamen ihre Story. Hochegger blätterte sein unglaubliches Netzwerk aus, die auf seiner Payroll gestandenen Opinionleader wurden gnadenlos an die Öffentlichkeit gezerrt. Mit fast genüsslicher Genugtuung klopften die Medienvertreter noch vor Ort ihr Stories in ihre Notebooks und transportierten in Windeseile die brandheißen personellen Enthüllungen per twitter an die ausgesperrte breitere Öffentlichkeit. Zeitdruck und Geilheit auf eine gute Geschichte sind wohl schlechte Voraussetzungen, um ein wenig darüber zu reflektieren, in wessen Dienst man sich denn in Wirklichkeit gerade stellt… (weiterlesen…)
Juli 22, 2011
Scheinsicherheit durch Lobbyistengesetz
Dieser Tage geht die Begutachtungsfrist für das Lobbyistengesetz zu Ende. Zahlreiche juristische Bedenken haben Wirtschaftskammer und Branchenvertreter in ihren Stellungnahmen formuliert. Darüber hinaus scheinen jedoch ein paar grundsätzliche Gedanken angebracht zu sein. (weiterlesen…)
April 26, 2010
Wir haben einen Präsidenten
Die Wahl ist geschlagen, der große Favorit hat sich durchgesetzt und ein prozentuell sehr beeindruckendes Ergebnis erreicht. Hier ein paar Anmerkungen und Beobachtungen meinerseits. (weiterlesen…)
April 9, 2010
Auch nicht-(Fischer-)wählen ist ok
Im bisher eher lauen, weil schon entschiedenen, Bundespräsidenten-Wahlkampf gibt es von manchem Kommentator interessante Sichtweisen über die Aussagekraft der jeweiligen Stimmabgabe bzw. –enthaltung. Eine weit verbreite Ansicht ist jene, dass auf Grund der Kandidatur von Barbara Rosenkranz nur die Stimmabgabe für Heinz Fischer eine vertretbare staatsbürgerliche Tat darstellen würde. Zwischen der Rechtsaußen-Politikerin Rosenkranz und dem Kandidaten der Mitte („er hat das doch so gut gemacht“) Fischer könne es doch keine Äquidistanz bzw. Meinungslosigkeit in Form einer ungültigen Stimme oder gar Wahlverweigerung geben. Ich frage mich, warum eigentlich nicht? (weiterlesen…)
Januar 25, 2010
Gegen die totale Bildung
„Wollt ihr die totale Bildung?“, schreien Politiker und durch öffentliches Geld bezahlte Pädagogen der hoffnungsvoll zuhörenden Menge entgegen. Diese ruft, nach deutlicher medialer Unterstützung, ein gellendes „Ja“ zurück. Erst wenn schon Kleinkinder der staatlichen Fürsorge überantwortet sind, am besten ganztäglich, am besten alle zusammen, am besten alle mit eigenem Laptop, wenn dann alle Akademiker sind, ja dann haben wir endlich den neuen Menschen geschaffen, der unendlich klug, nur mehr die richtigen Entscheidungen treffen wird. (weiterlesen…)
Dezember 17, 2009
Das Kopenhagener Täuschungsmanöver
Sogenannte Klimaleugner haben es dieser Tage schwer. Immerhin müssen sie permanent erklären, was denn so schlecht sei, die Welt zu retten, warum einem auf kleinen Eisschollen sitzende Eisbären nicht leid tun, oder warum man denn nicht endlich wahrhaben will, dass unsere Autoabgase an diversen Umweltkatastrophen schuld sind. (weiterlesen…)
Oktober 1, 2009
Eine Stimme der Freiheit weniger
Die medial verlautbarte Absetzung des bisherigen Chefredakteurs der Wiener Zeitung, Andreas Unterberger, muss jeden liberal denkenden Menschen in Österreich nachdenklich stimmen. Die heimische Journaille verliert mit ihm immerhin einen der wenigen Kämpfer für mehr individuelle Freiheit, für Marktwirtschaft und gegen Sozialismen aller Art. (weiterlesen…)
September 24, 2009
Vom Totalitarismus zur Freiheit – und wieder zurück?
(Von Gastautor Rainhard Kloucek, Generalsekretär der Paneuropabewegung)
Das „Paneuropäische Picknick“ war zweifelsohne ein historisches Ereignis. Es war aber gleichzeitig ein Übergang vom Totalitarismus zur Freiheit. Die inhaltliche Dimension des Picknicks darf nicht vergessen werden. (weiterlesen…)
September 3, 2009
Die schmutzige Seite des Journalismus
Weltweit arbeiten gewisse Leute nach dem Motto: Wenn du nicht tust, was ich will, bringe ich dich in Verruf. Je anständiger ein Mensch ist, desto überraschter, betroffener und unroutinierter wird er im Fall der Fälle reagieren.
Perfektioniert haben diese Taktik Enthüllungsjournalisten, die als Quelle des schiefen Lichts dem Begriff der vierten Gewalt eine besondere Bedeutung geben: Menschen, die nicht spuren, müssen mit negativer Berichterstattung rechnen. (weiterlesen…)
Juni 29, 2009
Wie im Kindergarten
Endlich ist es soweit! Der Kindergarten ist endlich gratis, das Wundermittel gegen Mütter am Herd und Sprachprobleme. Leider bringen so toll klingende politische Maßnahmen unangenehme Nebenerscheinungen mit sich, doch wen kratzt das schon? (weiterlesen…)
Juni 24, 2009
Die EU-Grundrechteagentur und der Kampf gegen Diskriminierung. Speerspitze von Gesellschaftstransformation und Islamisierungsbegünstigung
(Von Gastautor Mag. Christian Zeitz)
2007 wurde mit Ratsbeschluß der EU die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte FRA (Fundamental Rights Agency) errichtet. Sitz dieser Einrichtung ist Wien. Die FRA ist als unmittelbare Nachfolgeorganisation der Europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) konzipiert, deren Agenden sie unmittelbar übernahm und um einen pointierten Erweiterungsauftrag ergänzte. Dies betrifft sowohl das inhaltliche Betätigungsfeld als auch die Einsatzmethode. (weiterlesen…)
April 28, 2009
Die totale Antidiskriminierung
Was bisher – schlimm genug – für das Berufsleben galt, soll nun auch auf alle privaten Lebensbereiche ausgedehnt werden: Die totale Antidiskriminierung. Die Mehrheit im Europäischen Parlament hat beschlossen, das Verfügungsrecht über privates Eigentum zu Gunsten weniger Diskriminierung weiter einzuschränken. In Zukunft dürfen Menschen beim Zugang zu Wohnungen, Waren oder Dienstleistungen nicht benachteiligt werden, weil sie eine bestimmte Religion haben, behindert, alt, schwul, blond, Brillenträger oder sonst was sind. (weiterlesen…)
April 24, 2009
Der Klassenkampf ist da
Gemäß der heute wieder so modernen marxistischen Geschichtsinterpretation, wonach die Geschichte immer als ein Kampf zwischen verschiedenen Klassen zu deuten ist, können wir heute feststellen, dass Karl Marx – zumindest in dieser Frage – nicht ganz Unrecht hat: auch heute stehen wir einem knallharten Klassenkampf gegenüber, dessen Frontlinien jedoch völlig anders verlaufen als es sich der Gelehrte aus Trier vorgestellt hatte. Während der klassische Arbeitskampf Arbeiter gegen Unternehmer lautete, heißt der aktuelle Konflikt Produktive gegen Unproduktive bzw. Netto-Staatsempfänger gegen Netto-Staatsbezahler. (weiterlesen…)
April 7, 2009
Meinl: Die Vermutung der Schuld
Mal ehrlich: Wer von uns hat sich noch kein Bild von Julius Meinl gemacht? Julius Meinl hat ein verdächtiges Äußeres, verfügt über viel Geld und zeigt es auch. Selbst der Bundeskanzler hat die Justiz über die Gewaltenteilung hinweg aufgefordert, Meinl zur Verantwortung zu ziehen. Also: Krieg den Palästen. (weiterlesen…)
März 31, 2009
Die vertriebenen Propheten
Dass Propheten im eigenen Land nichts wert sind, ist eine alte Weisheit. Dennoch würde es sich lohnen von Zeit zu Zeit in die eigene Geschichte zu blicken, da man dort mitunter Erhellendes finden könnte. In Zeiten der globalen Wirtschaftskrise sind die einen schnell mit falschen Analysen – der böse Markt war´s – die anderen falsch mit schnellen Lösungen – die Konjunkturprogramme werden´s richten. (weiterlesen…)
März 13, 2009
Frischer Wind durch Junge Liberale?
Auf dieser Seite wird sehr oft, sehr kritisch gegenüber der Politik und seiner Vertreter Position bezogen. Insbesondere wurde im Zuge des letzten Nationalratswahlkampf das Liberale Forum und Heide Schmidt attackiert. Der Grund dafür war, dass es aus liberaler Sicht besonders ärgerlich ist, wenn jemand unter dem liberalen Deckmantel, anti-liberale Positionen vertritt und so der großen Idee der Freiheit mehr schadet, als eine offen auftretende Linkspartei. Wenn es aus dem Kreis des Liberalen Forums aber positive Aspekte im Bezug auf einen tatsächlichen Liberalismus gibt, so soll das hier nicht verschwiegen werden. Im Gegenteil. (weiterlesen…)
Februar 11, 2009
Barack „Lincoln“ Obama
Der neue US-Präsident Barack Obama bemüht wie so viele Politiker den Geist des großen Abraham Lincoln. Diesen als Vorbild zu nennen bringt jede Menge Sympathiepunkte, gilt er doch als kompromissloser Kämpfer für die Freiheit, als Gegner der Sklaverei und Bewahrer der nationalen Einheit der USA. Wie so viele Mythen basiert jedoch auch der Lincoln-Mythos auf zahlreichen Fehleinschätzungen und falschen Interpretationen der historischen Zusammenhänge. (weiterlesen…)
Februar 8, 2009
Vatikanische Mutlosigkeit
Wieder einmal steht die katholische Kirche unter scharfem Beschuss. Die Wiederaufnahme des Holocaust-Leugners Richard Williamson in den Schoss der Kirche und die Ernennung von Gerhard Maria Wagner zum Linzer Weihbischof hat ihr jede Menge Kritik eingebracht. Der Umgang des Vatikans und seiner Außenstellen damit wirkt ziemlich mutlos und schwachbrüstig. Auch in der Debatte um die Probleme mit dem islamischen Religionsunterricht wären klarere Worte denkbar. (weiterlesen…)
Januar 15, 2009
Helmpflicht für alle
Eine Reihe tragischer Schiunfälle hat eine Debatte über eine Helmpflicht beim winterlichen Freizeitvergnügen zur Folge. In Zeiten von Finanzkrisen und Gaststreit mag es vielleicht wichtigere Themen geben, dennoch wird an der Helmpflicht-Diskussion wieder einmal die Regulierungswut unserer Zeit deutlich. (weiterlesen…)
Dezember 16, 2008
Wir konsumieren uns zu Tode
„Der Konsum darf nicht einbrechen“, oder „wir müssen den Konsum ankurbeln“ und ähnliche Aussagen dominieren den aktuellen politischen Diskurs, wie man denn die Auswirkungen der Finanzkrise einbremsen könnte. Diesen Äußerungen liegt jedoch eine völlig falsche Annahme zu Grunde, wie es in einer Volkswirtschaft zu einer nachhaltigen und tatsächlichen Wohlstandsvermehrung kommen kann. (weiterlesen…)
Dezember 11, 2008
Liberal ≠ Liberal
Die freie Marktwirtschaft droht im Zuge der weltweiten Finanzkrise ordentlich unter die Räder zu gelangen. Die aktuellen Probleme werden einer deregulierten Wirtschaft zugeschrieben und der Staat soll wieder einmal als Retter alles ins Lot bringen. Gerade in so einer Zeit erscheint es wichtig, sich mit ein paar ideengeschichtlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen. (weiterlesen…)
November 22, 2008
Verein zur Kontrolle der FMA gegründet
Im Zuge der Finanzkrise wurde still und heimlich ein wichtiger Schutz der Bürger vor staatlicher Willkür ausgehöhlt. Die Einschränkung der Amtshaftung für die Folgen des Handelns der Finanzmarktaufsicht wurde geschickt im sogenannten Bankenhilfspaket versteckt. Um den negativen Folgen dieses Gesetzes entgegenzuhalten und diese öffentlich zu thematisieren hat sich der “Verein für Finanzmarktausgleich” gegründet. Die Initiative ist unter tatkräftiger Unterstützung des ichbinsofrei.at-Autors Rechtsanwalt Dr. Georg Vetter entstanden. Die inhaltliche Begründung für die Notwendigkeit einer solchen Initiative können Sie im Weblog-Eintrag “Wehret den Anfängen” nachlesen.
Wehret den Anfängen
Die Bastille wurde gestürmt, weil sie als Symbol einer gesetzlosen Macht angesehen wurde. Die liberalen Bewegungen des neunzehnten Jahrhunderts strebten den Rechts- und Verfassungsstaat an. Auch die Mächtigen sollten sich an die Gesetze halten, um Willkür zu verhindern. Freie Menschen in einem freien Land glaubten nicht an die Benevolenz der Regierenden und Beamten. Da auch Ihnen nichts Menschliches fremd ist, bedurfte es der Herrschaft des Rechts. Im Wissen, dass auch die Organe des Staates nicht per se Gutes tun, wurden auch ihre Taten der richterlichen Nachprüfung unterworfen. Dazu gehört auch, dass der Staat verpflichtet wurde, seinen Bürgern jenen Schaden zu ersetzen, die seine Organe in Vollziehung der Gesetze zu verantworten haben. Gesetze sind nicht nur einzuhalten. Verstöße berechtigen die Betroffenen zu Schadenersatz. Diese spezielle Art des Schadenersatzes nennt man Amtshaftung. Dem österreichischen Gesetzgeber war diese Haftung so wichtig, dass er sie in Artikel 23 B-VG in den Verfassungsrang hob. „Wem immer“ durch ein Staatsorgan ein Schaden zugefügt werde, hat demnach einen Ersatzanspruch. (weiterlesen…)
November 20, 2008
Die ewigen Feinde der Freiheit
Es kann nicht oft genug gesagt werden: Die derzeitige Finanzkrise hat seine Ursache in einem signifikanten Staatsversagen. Sowohl in den Vereinigten Staaten von Amerika als auch in Europa wurde seit Jahren die Geldmenge über Gebühr ausgeweitet. Dies mag seine Ursache in den riesigen Defiziten der USA einerseits und etwa der Deutschen und Franzosen andererseits haben. Die Zentralbanken, also die Geldmonopolbehörden, haben eine Politik des exzessiven Geldes betrieben. (weiterlesen…)
November 12, 2008
Wenn die Blase des billigen Geldes platzt
„Es sieht ein jeder, der nicht blind, wie krank wir trotz der Ärzte sind. Doch nie wird man die Frage klären, wie krank wir ohne Ärzte wären“, schreibt Eugen Roth. Allerorten schüttelt die Finanzkrise die traditionellen Kapitalmarktstrukturen durcheinander. Die Ursachenforschung tritt hinter die verschriebenen Beruhigungspillen zurück. (weiterlesen…)
November 6, 2008
Guter Rassimus vs. bösen Rassismus
Ras|sis|mus, der; übersteigertes Rassenbewusstsein, Rassendenken u. die daraus folgende Diskriminierung von Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einem Menschtypus. So steht´s im Duden. (weiterlesen…)
Oktober 29, 2008
Mehrheitswahlrecht – war es das?
Nun ist also die erste Sitzung des Nationalrats in der neuen Sitzverteilung vorbei. In der vergangenen Periode wurde die von vielen als äußerst wünschenswert betrachtete Wahlrechtsreform zu Gunsten eines mehrheitsfördernden Wahlrechtes nicht beschlossen. Für eine solche Änderung des Wahlrechtes ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die ehemaligen Großparteien ÖVP und SPÖ bringen nun in Summe diese Zweidrittelmehrheit nicht mehr zu Stande. Da kleinere Parteien normalerweise einer derartigen Wahlrechtsänderung nicht zustimmen, ist die Chance auf eine solche Änderung nun vorbei. (weiterlesen…)
Oktober 23, 2008
Stopp dem Etatisten-Tsunami
Bäumt sich eine der gewaltigen Tsunami-Flutwellen auf, gibt es kaum mehr Rettung für die hilflosen Menschen, die am scheinbar sicheren Ufer auf ihr Schicksal warten. Hilfe bieten eigentlich nur technisch aufwendige Frühwarnsysteme. Leider verfügen nur die wenigsten der gefährdeten Weltgegenden über solche Abwehmechanismen. Genauso verhält es sich mit der sich im Zuge der aktuellen Finanzkrise in unglaublichem Ausmaß aufbäumenden Flutwelle staatlicher Eingriffe, die die letzten Reste unserer freien Gesellschaft hinwegzuschwemmen droht. Über wirksame Abwehmechanismen scheinen wir auch nicht zu verfügen. (weiterlesen…)
Oktober 7, 2008
Welcher Rechtsruck?
Nahezu alle Kommentatoren, vor allem ausländische, sind sich einig: Der vergangene Wahltag brachte einen gewaltigen Rechtsruck. Dieser Befund ist jedoch oberflächlich und bedient eher willkommene Klischees, als dass er eine tragfähige Analyse darstellen würde. Durch einen Blick zurück auf die Wahlresultate der zweiten Republik, lässt sich die These vom „Rechtsruck“ nicht wirklich aufrechterhalten. (weiterlesen…)
Oktober 6, 2008
Liberaler Lackmus-Test
Das gegenwärtige Weltfinanzsystem scheint aus den Fugen zu geraten. Die von Vertretern klassisch liberaler Ökonomie in den letzten Jahrzehnten immer wieder artikulierten Probleme der Weltwirtschaft – Geldmengenausweitung und künstliche Niedrigzinspolitik – bringen nun die prognostizierten Folgen. Die Kommentatoren des politisch-ökonomischen Mainstreams scheinen sich jedoch einig zu sein, wer der wahre schuldige an der Misere ist: die freie Marktwirtschaft, die Gewinne einstreift und Verluste auf die Gesellschaft abstreifen will. Die Haltung dazu, wie sich selbsternannte Marktbefürworter in dieser Frage verhalten, ist ein liberaler Lackmustest. (weiterlesen…)
Oktober 1, 2008
Gibt es noch eine ÖVP?
Rund 55 % der Stimmen haben SPÖ und ÖVP zusammen nunmehr erreicht, 15 % weniger als vor zwei Jahren. Diese überaus eindeutige Beurteilung der Großen Koalition reicht aber für manche in der ÖVP noch immer nicht aus, um sich von der SPÖ zu lösen. (weiterlesen…)
September 20, 2008
Überraschungen sehen anders aus
September 17, 2008
Ein Pyramidenspiel kommt zu seinem Ende
Für Ronald Reagan waren die furchterregendsten neun englischen Wörter „I’m from the government and I’m her to help.” Dieses Zitat sollte man sich vor Augen halten, wenn es um Erklärungen oder Lösungsvorschläge zur aktuellen US-Finanzkrise geht. Denn es war und ist durchgehend die Verantwortung von Regierungen und ihren Nationalbanken, dass wir nun am Rande einer noch nie dagewesenen Wirtschaftskrise stehen. (weiterlesen…)
September 10, 2008
Die letzte Hoffnung heißt Gesetzesreparatur
Nach langen inhaltsleeren Wochen ist nun endlich ist ein entscheidender sozialpolitischer Vorschlag seitens der SPÖ in die Diskussion gebracht worden. Bestimmte Luxus-Lebensmittel sollen von der Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel ausgenommen werden. Das ist ein ungemein wichtiger Vorschlag, der nur leider ein paar Gerechtigkeitslücken offen lässt, die man im Zuge einer Reparatur des Gesetzes schleunigst schließen sollte. (weiterlesen…)
September 8, 2008
Ein paar Gretchenfragen an die Parteien II – weitere Antworten
Nach ÖVP und FPÖ hat nun die SPÖ auf meine Fragen geantwortet. Die SPÖ-Antworten finden Sie untenstehend, jene von ÖVP und FPÖ hier. (weiterlesen…)
September 3, 2008
Ein paar Gretchenfragen an die Parteien – Entscheidungshilfen für die Wahl
Die „Gretchenfrage“ Goethes versucht den Kern einer Sache zu beleuchten. Nimmt man ihre Beantwortung ernst, muss man ein Bekenntnis ablegen und ohne Umschweife darlegen, was man wirklich meint. Ähnlich naiv wie Gretchen nach der Religion fragt, habe ich mich an die wahlwerbenden Parteien gewandt, um ihre Standpunkte zu ganz wesentlichen Begriffen und Fragen in Erfahrung zu bringen. Der besondere Reiz liegt darin, dass die meisten der von mir nachgefragten Dinge, von Politikern aller Parteien permanent in den Mund genommen werden, sodass doch anzunehmen ist, sie wissen genau, was sie eigentlich darunter verstehen. (weiterlesen…)
August 28, 2008
Neue Plattform für mehr Leistungsdenken in der Politik gegründet
www.meinEuro.at heißt die vor kurzem gegründete Plattform, die eine leistungsbezogene Bezahlung für Politiker und Parteien fordert. Der innovative Vorschlag lautet, jede Transferzahlung aus Steuergeldern an die Politik – also Parteienförderung, Wahlkampfkostenrückerstattung, Abgeordnetengehälter etc. – an die Wahlbeteiligung zu koppeln. Der Vorschlag mag beim ersten Mal ein wenig verstörend wirken, denkt man jedoch darüber nach, gibt es kaum Argumente dagegen. (weiterlesen…)
August 26, 2008
Wider den besseren Sozialismus
Wir stehen mitten im Wahlkampf, in dem es ein Ziel zu geben scheint: Wer bietet den besseren Sozialismus.
Dass Sozialdemokraten und Grüne auf mehr Staat setzen, erscheint wenig verwunderlich. Von der Skepsis gegenüber Privatisierungen bis hin zur Vorliebe für hohe Steuern offenbart sich ein althergebrachter Nihilismus, der in einem mächtigen Staat eine willkommene Manövriermasse für das sieht, was man als politisch korrekter Mensch selbst als gut erkannt hat. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch die FPÖ, wenn sie sich als Fürsprecherin der Opfer und Wohlstandverlierer positioniert. Selbst das BZÖ verabschiedet sich von freiheitlichem Gedankengut, wenn es mit seinem Anti-Inflationsvolksbegehren nach staatlicher Preisregulierung ruft. (weiterlesen…)
August 18, 2008
Auf zum Arbeitsamt!
Im Wiener Rathaus ist zur Zeit gut zu beobachten, wie man seitens der öffentlichen Hand Kinder schon frühzeitig auf sozialdemokratische und etatistische Lebensführung konditioniert, um sich auch in Zukunft möglichst wenig mit eigenständigen Individuen herumschlagen zu müssen. „Rein ins Rathaus“ heißt die Veranstaltung, die für Kinder zwischen 6-13 Jahren die Möglichkeit bieten soll, die Abläufe des „richtigen“ Lebens hautnah erleben zu können. Inklusive Finanzamt, Beamte und Politiker-Privilegien. (weiterlesen…)
August 10, 2008
Wahlkampf-Bonmonts Teil 1
Obwohl der Wahlkampf offiziell so richtig noch gar nicht begonnen hat, ist er schon reich an interessanten Aussagen seitens unserer politischen Vertreter. Die Aussagen reichen von ungebildet und dumm, über entlarvend bis hin zu gefährlich freiheitsgefährdend. Hier eine subjektive Hitparade der bedenklichsten Wahlkampfbonmots: (weiterlesen…)
August 6, 2008
In der Evolution einen Schritt zurück
Kinder und Tiere unterscheiden sich vom zivilisierten erwachsenen Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen die Fähigkeit fehlt, kurzfristige Begierden gegenüber langfristigem Nutzen abzuwägen und sich gegebenenfalls für die Zukunft zu entscheiden. Dieser Unterschied wird mit dem Begriff der „unterschiedlichen Zeitpräferenzrate“ beschrieben. Wäre eine niedrige Zeitpräferenzrate – also der heutige Verzicht für einen morgigen Gewinn – nicht die dominierende Facette des Menschsein, wäre die Menschheit wahrscheinlich schon lange ausgestorben bzw. wäre nie das heutige Zivilisations-Niveau möglich gewesen.
Politiker haben von Amtswegen eine sehr hohe Zeitpräferenzrate, haben sie doch oftmals nur wenigen Jahren Zeit, um ihre Ziele zu erreichen. Aus diesem Grund versuchen sie andauernd verlockende kurzfristig attraktive Angebote an die Wähler zu machen, um so ihre Wiederwahl sicher zu stellen. Auf der Strecke bleiben langfristige Lösungen und Freiheit des Einzelnen. (weiterlesen…)
August 5, 2008
Öffentliches Geld. Ein herrenlosen Gut?
Der gesamte politische Prozess innerhalb der Europäischen Union ist oft kaum zu verstehen. Viel zu sehr sind die wahren Beweggründe für politische Entscheidungen verschleiert von wohlklingenden EU-Sprech-Worthülsen, die sich bemühen das gute Europäertum in allen Diskussionen zu betonen. Umso bemerkenswerter ist die neue Transparenzdatenbank, die auf Druck Brüssels eingerichtet wurde, auf der genau nachvollziehbar ist, was wer wieviel Agrarfördermittel erhält. Das könnte der Beginn einer notwendigen Diskussion über den Umgang mit öffentlichem Geld sein. (weiterlesen…)
Juli 30, 2008
Meinl: Politiker entdecken Kleinanleger
Es ist schon viele Jahre her, als der bundesdeutsche Aktienrechtsprofessor Marcus Lutter in einem Vortrag in Wien davor gewarnt hat, dass im Fall der rechtlichen Insuffizienz der Aktionärsklage der Ruf nach dem Aktienamt ertönen werde. Wie wahr: Erst vor wenigen Tagen bedienten sich Finanzstaatssekretär Matznetter und SPÖ-Justizsprecher Jarolim der Diskussionen rund um die Meinl-Bank, um im Rahmen einer großspurig inszenierten „Meinl-Geschädigtenkonferenz“ einen verbesserten Anlegerschutz durch Ausbau der Finanzmarktaufsicht zu fordern. Mit anderen Worten: Etatistische Politiker gebrauchen Meinl, um nach dem Ausbau der staatlichen Macht zu rufen – an den Selbstschutz der Aktionäre denken sie nicht. (weiterlesen…)
Juli 28, 2008
Heide Schmidt – Die Totengräberin der Freiheit
Mit dem Polit-Comeback der Gründerin des Liberalen Forums, Heide Schmidt, betritt eine der größten Vergewaltigerinnen des klassischen Liberalismus der österreichischen Zeitgeschichte wieder die politische Bühne, auf der sie zuletzt grandios gescheitert ist. Nach einigen Jahren der Ruhe muss man als wirklich Liberaler ab nun wieder ständig erklären, warum das LiF im Allgemeinen und Heide Schmidt im Speziellen absolut nichts mit jenen Ideen der Freiheit zu tun hat, die zu Recht das Prädikat „liberal“ führen. (weiterlesen…)